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Spielende Organisation – Spielräume schaffen

Spielende Organisation – Spielräume schaffen

Lassen sich durch Spiele Managementkompetenzen an Führungskräfte in Kultur- und Bildungseinrichtungen vermitteln? Können Führungskräfte durch Spielen und Spiele dabei unterstützen werden, die Anforderungen, die sich aus der digitalen Transformation ergeben, besser zu bewältigen? Sind Spiele hilfreich, um Teams in Veränderungs- und Innovationsprozessen besser mitzunehmen? Vor diesen Fragen standen Studierende aus unterschiedlichen Studiengängen der Fakultät IuK im Projekt „Spielende Organisation“.

Um die Fragen zu beantworten, wurde der Blick ganz bewusst auf analoge Spiele (Karten- und Brettspiele) gerichtet. In den letzten Jahren sind nämlich auffallend viele solcher, eher klassisch anmutenden Spiele, auf den Markt gekommen. Gemeinsam ist ihnen, dass sie den Anspruch erheben, einen spielerischen und damit motivierenden Zugang zu Veränderungs- und Transformationsprozessen zu fördern. Die Spiele drehen sich daher um Themen wie Change Management, Strategieentwicklung, Organisationsentwicklung und Innovationsmanagement.

Theorie & Praxis

Im Projekt setzten sich die Studierenden mit Ansätzen und Theorien des Game-Based-Learnings und der Gamification auseinander und reflektieren diese kritisch. Sie verschafften sich einen Überblick über die derzeit verfügbaren Spiele und entwickelten Beurteilungskriterien für die Passfähigkeit und Adaptionsnotwendigkeiten der Spiele. Vor allem entwickelten sie aber das Konzept für einen Workshop, um ihre Erkenntnisse zusammen mit Praktiker*innen aus Kultureinrichtungen zu testen.

Im Laufe des Projekts stellten die Studierenden durch ihre Analysen fest, dass die auf dem Markt verfügbaren Spiele ihre Anforderungen nicht erfüllten. Kurzerhand wurden die Spiele gründlich überarbeitet und weiterentwickelt. Teilweise blieb auch nur die Idee übrig und am Ende stand ein ganz neues Spiel.

Praxistest

Der Praxistest war ein von den Studierenden organisierter Workshop an der HdM. Das Interesse war so groß, dass der Workshop bereits nach wenigen Tagen ausgebucht war. Die teilnehmenden Führungskräfte aus Deutschland und der Schweiz konnten die Spiele ausprobieren und so selbst erleben und einschätzen, welche Wirkungen sie in Managementprozessen haben. Das Feedback war ausgesprochen positiv: Viele der Teilnehmer*innen konnten sich vorstellen, die von den Studierenden entwickelten Spiele in der eigenen Organisation einzusetzen.